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Sonntag, 4. Juni – 16.00 Uhr

Auch morgen und in Zukunft sollen Bäuer*innen eine gentechnikfreie Land- und Lebensmittelwirtschaft betreiben können. Dafür setzt sich Annemarie Volling von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft ein.

PDF-Print-Logo_01Die Mehrheit der Menschen auf dem Land und in der Stadt will und braucht keine Gentechnik in der Landwirtschaft. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) versucht diese verschiedenen Bewegungen der Gentechnikfreien Regionen und Initiativen, der einzelnen Betriebe, der Imker, Gärtner, Obstbauer, der Feldbesetzer und -Befreier, der Bürgerinitiativen und Aktionsbündnisse vor Ort, der Länderbündnisse aus bäuerlicher Sicht zu beraten und zu vernetzen.

Die Land- und Lebensmittelwirtschaft kann ohne Gentechnik sehr gut leben. Wir arbeiten daran, dass wir auch in Zukunft die Freiheit der Wahl behalten, was auf unseren Acker, in unseren Futtermitteltrog und auf unserem Teller landet.

In ihrem Vortrag „Gentechnik durch die Hintertür? Bauern und Bürger wehren sich!“ im Rahmen unseres Thementages zu Landwirtschaft klärt Gentechnik-Expertin Annemarie Volling über die Herausforderungen und Möglichkeiten auf, sich heute als Landwirt gegen multinationalen Konzerninteressen zu wehren. Gleichzeitig wird jedeR Verbraucher*in die Risiken & Nebenwirkungen von Gentechnik in der Nahrung erfahren können.

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Sonntag, 4. Juni
Thementag „Landwirtschaft“

13.00 Uhr – Permakultur auf El Hierro
Die Herausforderungen im Alltag auf dem Weg zur Selbstversorgung einer sechsköpfigen Familie, die sich ein Grundstück auf der kanarischen Insel gekauft haben. weitere Infos

14.00 Uhr – Film: 10 Milliarden – Wie werden wir alle satt?
Bis 2050 wird die Weltbevölkerung auf 10 Milliarden Menschen wachsen. Wo soll die Nahrung für alle herkommen? Künstliches Fleisch, Insekten als neue Proteinquelle? Oder aus Selbstversorgung? weitere Infos

16.00 Uhr – Gentechnik durch die Hintertür? Bauern und Bürger wehren sich!
Vortrag von Annemarie Volling, Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (Hutkasse)

18.30 Uhr – Matthias Stührwoldt: Kurzgeschichten über das norddeutsche Landleben – Lesung
Der Bio-Milchbauer aus Schleswig-Holstein liest Kurzgeschichten und Gedichte mitten aus dem (Land-)Leben wie „Verliebt Trecker fahr’n“ oder „Dat blaue Band“. (Hutkasse) weitere Infos

Pfingsten eröffnen wir den Algenkiosk „Whapow“
Damit alternativer Konsum funktionieren kann, muss die Alternative lecker sein. Und Spirulina verpackt in das Eis „Whapow“ ist es wirklich. Die Alge ist dazu noch sehr gesund, CO2-neutral und ressourcensparend hergestellt. weitere Infos

1 Millionen Unterschriften gegen Glyphosat
In diesem Jahr entscheidet die EU über die Zulassung des Pflanzenschutzmittels Glyphosat für weitere zehn Jahre. Nach neuesten Erkenntnissen der Weltgesundheitsorganisation WHO ist das meistverwendetste Herbizit „wahrscheinlich krebserregend“. Wir sammeln mit: 1 Millionen Unterschriften gegen Glyphosat! weitere Infos

Sonntag, 4. Juni – 14.00 Uhr

Bis 2050 wird die Weltbevölkerung auf 10 Milliarden Menschen wachsen. Wo soll die Nahrung für alle herkommen? Künstliches Fleisch, Insekten als neue Proteinquelle? Oder aus Selbstversorgung?

10 MilliardenIn dem 100-minütigen Film „10 Milliarden – Wie werden wir alle satt?“ begibt sich der Food-Fighter Valentin Thurn auf die Suche nach einer Antwort auf die Frage, wie wir verhindern können, dass die Menschheit durch die hemmungslose Ausbeutung knapper Ressourcen die Grundlage für ihre Ernährung zerstört.

Dabei erkundet er die wichtigsten Grundlagen der Lebensmittelproduktion. Er spricht mit Machern aus den gegnerischen Lagern der industriellen und der bäuerlichen Landwirtschaft, trifft Biobauern und Nahrungsmittelspekulanten, besucht Laborgärten und Fleischfabriken.

Ohne Anklage, aber mit Gespür für Verantwortung und Handlungsbedarf macht der Film klar, dass es nicht weitergehen kann wie bisher. Aber wir können etwas verändern. Wenn wir es wollen!

Sonntag, 4. Juni
Thementag „Landwirtschaft“

13.00 Uhr – Permakultur auf El Hierro
Die Herausforderungen im Alltag auf dem Weg zur Selbstversorgung einer sechsköpfigen Familie, die sich ein Grundstück auf der kanarischen Insel gekauft haben. weitere Infos

14.00 Uhr – Film: 10 Milliarden – Wie werden wir alle satt?
Bis 2050 wird die Weltbevölkerung auf 10 Milliarden Menschen wachsen. Wo soll die Nahrung für alle herkommen? Künstliches Fleisch, Insekten als neue Proteinquelle? Oder aus Selbstversorgung?

16.00 Uhr – Gentechnik durch die Hintertür? Bauern und Bürger wehren sich!
Vortrag von Annemarie Volling, Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (Hutkasse) weitere Infos

18.30 Uhr – Matthias Stührwoldt: Kurzgeschichten über das norddeutsche Landleben – Lesung
Der Bio-Milchbauer aus Schleswig-Holstein liest Kurzgeschichten und Gedichte mitten aus dem (Land-)Leben wie „Verliebt Trecker fahr’n“ oder „Dat blaue Band“. (Hutkasse) weitere Infos

Pfingsten eröffnen wir den Algenkiosk „Whapow“
Damit alternativer Konsum funktionieren kann, muss die Alternative lecker sein. Und Spirulina verpackt in das Eis „Whapow“ ist es wirklich. Die Alge ist dazu noch sehr gesund, CO2-neutral und ressourcensparend hergestellt. weitere Infos

1 Millionen Unterschriften gegen Glyphosat
In diesem Jahr entscheidet die EU über die Zulassung des Pflanzenschutzmittels Glyphosat für weitere zehn Jahre. Nach neuesten Erkenntnissen der Weltgesundheitsorganisation WHO ist das meistverwendetste Herbizit „wahrscheinlich krebserregend“. Wir sammeln mit: 1 Millionen Unterschriften gegen Glyphosat! weitere Infos

 

Samstag, 3. Juni – 18.30 Uhr

Und es geht doch: Ein Leben ohne Abfall! Wer das nicht glauben kann oder möchte, dem empfehlen wir an diesem Abend einen Besuch unseres Wunde.r.punktes.

Die Macherinnen von "Alternulltiv", Foto: fb/alternulltiv
Die Macherinnen von „Alternulltiv“, Foto: fb/alternulltiv

Am Ende unseres zweiten Thementages zu „Konsum“ werden uns die Macherinnen von „Alternulltiv“ aus Hamburg in einem Vortrag überzeugen, dass ein Leben ohne Müll möglich ist.

Wir lernen Tips und Tricks gegen den Verpackungs-Wahn und Einkaufsmöglichkeiten die unseren täglichen Müll drastisch reduzieren. Es ist teilweise sehr einfach bei der Wahl des Produkts nicht zur Wegwerf-Variante, sondern zur langlebigen Alternative zu greifen.

Über die Motivation und Möglichkeiten haben wir bereits berichtet, als wir den Workshop von Alternulltiv am Samstag nachmittag ankündigten.

Samstag, 3. Juni
Thementag „Konsum“

15.00 Uhr – Workshop: Wie reduziere ich meinen Alltagsmüll?
Die Macherinnen von „Alternulltiv“ geben praktische Tipps und Rezepte für Alternativen, die keinen Müll machen und vor Ort ausprobiert werden können. (Hutkasse) weitere Infos

18.30 Uhr – Zero Waste – Ein Leben ohne Abfall
„Und es geht doch: Ein Leben ohne Abfall“. Vortrag der Macherinnen von „Alternulltiv“ aus Hamburg. (Hutkasse)

Pfingsten eröffnen wir den Algenkiosk „Whapow“
Damit alternativer Konsum funktionieren kann, muss die Alternative lecker sein. Und Spirulina verpackt in das Eis „Whapow“ ist es wirklich. Die Alge ist dazu noch sehr gesund, CO2-neutral und ressourcensparend hergestellt. weitere Infos

 

Ausstellung: Argumente gegen Parolen – Wir entzaubern die AfD

afdAufstehen gegen Rassismus!

Wir stecken Mitten im Wahlkampf. Die „Alternative für Deutschland“ konnte inzwischen in zehn Landtage einziehen – teilweise mit zweistelligen Ergebnissen. 2017 will sie in drei weitere Landtage und in den Bundestag einziehen.

Wir wollen diese Entwicklung nicht hinnehmen!  Gegen den Hass zu kämpfen, ist notwendig und gut. Aber ohne über seine wahren Ursachen aufzuklären, wird es nicht gelingen.

Was steckt hinter den Forderungen der AfD? Wir haben hinter die Fassaden der „Alternative für Deutschland“ geschaut. Wir nehmen jeden Zweifel: Die AfD ist keine Alternative!

Die Ausstellung ist in Zusammenarbeit mit Ver.di entstanden.

Ausstellung: Beyond Welcome

Nicht nur „über sie“ sprechen, sondern ihre eigenen Stimmen hören: Die gemeinsame Arbeit von drei Medienkollektiven zeichnet ein anderes, selbstbestimmteres Bild von Refugees & Migrants.

bildschirmfoto-2016-12-21-um-23-08-52„Einwürfe zur Willkommenskultur“ nennen die Aktivist*innen ihre politische Posterkampagne.

  • Die Kulturelle Landpartie unterstützt die Ausstellung finanziell, dafür herzlichen Dank!

Das beteiligte JIB Collective bereichterte unseren politischen Wunde.r.punkt im letzten Jahr mit einer beeindruckenden Foto-Ausstellung zur „Festung Europa | Grenzgänge – Reportagen & Fundstücke“.

Samstag, 3. Juni – 15.00 Uhr

„Wie reduziere ich meinen Alltagsmüll?“ lautet das Motto des Workshops, zu dem die Macherinnen von „Alternulltiv“ am zweiten Thementag zu „Konsum“ einladen.

Kann man müll-frei leben? Zwei Frauen aus Hamburg begannen dieses Experiment und schufen vor mehr als zwei Jahren eine Wortkreation: „Alternulltiv“, gemeint sind damit  „Null-Müll-Alternativen“ von Alltagsgegenständen.

Nach weiteren Recherchen, einem Blog einer New Yorkerin, einer Großbestellung Baumwollbeuteln und Einmachgläsern, landete plötzlich auch noch ein Buch einer Zero Waste Familie aus Kalifornien in Erdmuthes Händen. Alle Zweifel, wie Zeitmangel oder erhöhte Ausgaben, haben sich im Laufe unseres anfänglichen „Experiments“ nicht bestätigt.

Zero Waste

Zero Waste bedeutet wörtlich übersetzt „Null Müll“. Der Begriff kommt aus dem Amerikanischen, geprägt von Béa Johnson, die diesen Lebensstil im Prinzip erfunden hat und mit Hilfe der „5 R’s“ in ihrem Haushalt komplett umsetzt:

  • Refuse – Lehne alles ab, was du nicht brauchst
  • Reduce – Reduziere alles, was du brauchst
  • Reuse – Achte auf nachhaltige Produkte, die man wiederverwenden kann
  • Recycle – Recycle alles, was man nicht ablehnen, reduzieren oder wiederverwenden kann
  • Rot – Kompostiere organische Abfälle
bild: alternulltiv
bild: alternulltiv

Doch was die Expertinnen für „Null-Müll“ uns zeigen wollen: Alternulltives Leben ist leider noch nicht komplett „Zero Waste“, da im realen Leben nicht sofort alle Möglichkeiten bestehen, wirklich jeglichen Müll zu vermeiden. Doch das Potential ist riesig, den täglichen Müllberg drastisch zu reduzieren.

Tipps für Einsteiger*innen:

  1. Fang bei deinem Müll an.
  2. Lass dir Zeit.
  3. Fang mit den einfachsten Umstellungen an.

Dazu mehr am 3. Juni, 15.00 Uhr – Workshop: Wie reduziere ich meinen Alltagsmüll?

Die Macherinnen von „Alternulltiv“ geben praktische Tipps und Rezepte für Alternativen, die keinen Müll machen und vor Ort ausprobiert werden können. (Hutkasse)

Samstag, 3. Juni
Thementag „Konsum“

15.00 Uhr – Workshop: Wie reduziere ich meinen Alltagsmüll?
Die Macherinnen von „Alternulltiv“ geben praktische Tipps und Rezepte für Alternativen, die keinen Müll machen und vor Ort ausprobiert werden können. (Hutkasse)

18.30 Uhr – Zero Waste – Ein Leben ohne Abfall
„Und es geht doch: Ein Leben ohne Abfall“. Vortrag der Macherinnen von „Alternulltiv“ aus Hamburg. (Hutkasse) weitere Infos

Pfingsten eröffnen wir den Algenkiosk „Whapow“
Damit alternativer Konsum funktionieren kann, muss die Alternative lecker sein. Und Spirulina verpackt in das Eis „Whapow“ ist es wirklich. Die Alge ist dazu noch sehr gesund, CO2-neutral und ressourcensparend hergestellt. weitere Infos

Donnerstag, 1. Juni – 18.30 Uhr

Die Suche nach einem Atommüll-Lager für die Jahrtausende strahlenden Hinterlassenschaften der Atomindustrie ist wie ein „Fass ohne Boden“. Nach einer jahrzehntelangen Fokussierung auf einen einzigen Standort – Gorleben – beginnt in Deutschland nun ein „Neustart“. Doch ist es wirklich einer?

stayJochen Stay engagiert sich seit Jahrzehnten gegen ein Atommüll-Lager hier im Wendland. Letztlich gründete er mit anderen Aktiven die bundesweite Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt und sagte allen Atomanlagen den Kampf an. Mit Erfolg: Hundertausende Menschen konnten zu Protesten mobilisiert werden, von ehemals 17 Reaktoren laufen in Deutschland „nur noch“ acht.

Mehr Tempo beim Atomausstieg!

Doch diese teilweise bis Ende 2022. Jeder weitere Betriebstag ist gefährlich wegen des Risikos schwerer Unfälle, die ganze Landstriche unbewohnbar machen können. Der Atommüll-Berg wächst Tag für Tag – und von einer Lösung dafür sind wir weit entfernt. Deshalb fordert .ausgestrahlt: Mehr Tempo beim Atomausstieg! Mit Argumenten, Vorträgen und wissenschaftlichen Untersuchungen wird die Forderung untermauert. Dabei wird deutlich: Wir brauchen die Atomkraftwerke keinen Tag länger!

Atommüllkommission am Ende – Konflikt ungelöst

Jochen hat über Monate hinweg die Arbeit der im Rahmen des „Neustarts“ der Suche nach einem Atommüll-Lager gegründete „Atommüllkommission“ der Bundesregierung intensiv begleitet. Doch was die Politik am Anfang als „Neustart“ und „Suche auf einer weissen Landkarte“ gefeiert hat, wurde schnell zur Ernüchterung. Die Fokussierung auf den einzigen benannten Standort Gorleben bleibt.

  • Mit einer Ausstellung informiert .ausgestrahlt über die gesamte Kulturelle Landpartie auf unserem Wunde.r.punkt über den Stand der Dinge in Gorleben und über die Suche nach einem Atommülllager.

Mehr als 1,7 Milliarden Euro sind in den letzten 30 Jahren in den von Kritiker*innen schon am Anfang als untauglich attestierten Salzstock in Gorleben investiert worden. Trotzdem rollten Jahr für Jahr Castor-Behälter in das benachbarte oberirdische Zwischenlager und betonierten mit aller Staatsgewalt diesen Ort als Atommüll-Kippe der Nation. Die Auseinandersetzungen sind  durch das gesetzlich zugesicherte Verbot der Transporte hierher von der Straße an die politischen Tische verlagert worden. Doch ein Ende ist nicht in Sicht – geschweige denn ein Schlussstrich unter den Standort Gorleben.

Müllberg wächst weiter

Vortragsabend zum Stand der Dinge

Am Abend unseres Thementages zu Atomenergie wird Jochen einerseits über den Stand der Dinge aufklären: Wie steht es um Gorleben? Wie wird die Suche nach einem Atommülllager weitergehen?

Andererseits macht Jochen Mut, sich aktiv in die Debatte einzubringen. Mit seiner Erfahrung und Einschätzung zeigt er Möglichkeiten auf, sich einzumischen. Wie kann jedeR einzelne seinen Unmut gegen den Weiterbetrieb der letzten Atomkraftwerke und den Atommüllstandort Gorleben zeigen? Wir laden herzlich ein sich einzubringen.

Donnerstag, 1. Juni – Thementag „Atom“

16.00 Uhr – Gorleben: „40 Jahr – nix ist klar?!“
Ein Vortrag mit Zeitzeugen von und mit dem Gorleben Archiv e.V. (Hutkasse)

18.30 Uhr – Fässer ohne Boden. Atommüllkommission am Ende – Konflikt ungelöst
.ausgestrahlt-Sprecher Jochen Stay ist bei der Auseinandersetzung um die Suche nach einem Atommüll-Lager hautnah dabei. Mit Erfahrungen und Einschätzungen macht er Mut, sich aktiv in die Debatte einzumischen. (Hutkasse)

2. Juni: Wir sind in Gorleben – du auch?

Am Freitag vor Pfingsten (2. Juni) findet in Gorleben erneut die „Kulturelle Widerstandspartie“ statt. Von 14.00 Uhr bis in die Nacht hinein treffen sich wieder hunderte Menschen am „Belugadreieck“ vor dem Erkundungsbergwerk. Die Empörung gegen das Atomprogramm wird bunt, laut, frech und widerständisch sein….

Natürlich machen wir am Freitag unseren Wunde.r.punkt zu und uns auf den Weg nach Gorleben.

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Unser Späti in Gorleben, Aktionstag 2016

Ausstellung: „No rescue, but Alarm“

„No rescue, but Alarm“
Watch the med Alarmphone

SOS-Dialoge mit Menschen auf der Flucht.

alarmphoneIm Oktober 2014 starteten Aktivist_innen und zivile Akteur_innen in Europa und Nordafrika ein selbstorganisiertes Call-Center für Geflüchtete, die auf dem Mittelmeer in Seenot geraten. In Echtzeit werden die Notrufe dokumentiert und ggf. weitere Unterstützung mobilisiert.

alarmphone dialogWir zeigen einige der eindrücklichen Dialoge, die per SMS oder WhatsApp zwischen Menschen in Lebensgefahr und HelferInnen geführt wurden.

  • Wir danken an dieser Stelle der Kulturellen Landpartie, die uns eine finanzielle Unterstützung zur Herstellung der Ausstellung zugesagt hat!

Donnerstag, 1. Juni – 16.00 Uhr

An unserem Thementag zu Atomenergie findet um 16.00 Uhr ein Vortrag des Gorleben Archivs statt. Zeitzeug*innen berichten unter dem Motto „40 Jahr – nix ist klar?!“ über den Atommüll-Standort Wendland.

Die Geschichte des Widerstands gegen die Gorlebener Atomanlagen hat viele Kapitel. Wer erinnert sich noch an die erpresserischen Kaufangeboten und Bespitzelungen der DWK vor vierzig Jahren? Wie war das eigentlich genau, als sich die Landwirte aufmachten zum legendären Treck nach Hannover? Die Besetzung der Bohrstelle 1004, die Einbetonierung auf den Gleisen, die Massenblockaden und Kunstaktionen, die Kriminalisierung des Widerstands und rechtswidrigen Polizeiaktionen – wie haben es die Beteiligten damals erlebt, wie haben sie das Wendland bis heute geprägt?

Auf einer Veranstaltung des Gorleben Archivs werden der Grundbesitzer Andreas Graf von Bernstorff, Landwirt Hans-Werner Zachow, die Künstlerin Uta-Helene Götz, Anti-Atom-Aktivist Heiko Müller-Ripke, der Rechtsanwalt Nikolaus Piontek, Ivan Müller und andere Zeitzeugen über ihre ganz persönlichen Erfahrungen berichten – mehr als ein Rückblick auf 40 Jahre Widerstand.

40 Jahre Standortbenennung

22.2.1977: Ernst Albrecht zeigt mit dem Mittelfinger auf Gorleben
22.2.1977: Ernst Albrecht zeigt mit dem Mittelfinger auf Gorleben

In diesem Februar jährte sich die Standortbenennung Gorlebens als Atommüll-Standort zum 40. Mal: Am 22.2.1977 stellte der damalige niedersächsische Ministerpräsident Dr. Ernst Albrecht (CDU) die Pläne vor.

In Gorleben sollte ein „Nukleares Entsorgungszentrum“ (NEZ) entstehen: Auf einem Areal von 12 Quadratkilometern ist eine Wiederaufarbeitsanlage (WAA), eine Brennelementefabrik und verschiedene Pufferlager für hoch-, mittel- und schwachradioaktive Abfälle geplant. Für die Endlagerung ist der Salzstock Gorleben-Rambow vorgesehen. Legendär ist das Foto, auf dem Albrecht auf einer Landkarte auf Gorleben zeigt.

Einen Tag nach der Standortbenennung findet am 23. Februar die erste größere Anti-AKW-Demo mit 1.500 Menschen im Landkreis Lüchow-Dannenberg statt, darunter auch AtomkraftgegnerInnen aus Winsen/Luhe, Lichtenmoor, Hamburg, Hannover und Hildesheim. Auch Abordnungen von AtomkraftgegnerInnen aus Norwegen und andere Ländern waren dabei.

40 Jahre danach protestieren die Menschen weiter gegen den schon nach Gorleben gebrachten Atommüll, immer weitere Transporte mit strahlenden Abfällen in ein Lager für schwach- und mittelaktiven Müll. Und dagegen, dass Gorleben trotz aller Fehler und Bedenken weiter im Suchverfahren für ein Atommülllager ist.

40 Jahre Standortbenennung - Protest in Gorleben (Bild: publiXviewing.de)
40 Jahre Standortbenennung – Protest in Gorleben (Bild: publiXviewing.de)

Donnerstag, 1. Juni – Thementag „Atom“

16.00 Uhr – Gorleben: „40 Jahr – nix ist klar?!“
Ein Vortrag mit Zeitzeugen von und mit dem Gorleben Archiv e.V. (Hutkasse)

18.30 Uhr – Fässer ohne Boden. Atommüllkommission am Ende – Konflikt ungelöst
.ausgestrahlt-Sprecher Jochen Stay ist bei der Auseinandersetzung um die Suche nach einem Atommüll-Lager hautnah dabei. Mit Erfahrungen und Einschätzungen macht er Mut, sich aktiv in die Debatte einzumischen. (Hutkasse) weitere Infos

Freitag, 2. Juni
Wir sind in Gorleben – du auch?

Am Freitag vor Pfingsten (2. Juni) findet in Gorleben erneut die „Kulturelle Widerstandspartie“ statt. Von 14.00 Uhr bis in die Nacht hinein treffen sich wieder hunderte Menschen am „Belugadreieck“ vor dem Erkundungsbergwerk. Die Empörung gegen das Atomprogramm wird bunt, laut, frech und widerständisch sein….

Mittwoch, 31. Mai – 18.30 Uhr

Am Mittwoch abend haben wir das „Theater am Strom“ zu Gast in Klein Witzeetze. Ihr Sprechtheater handelt von der Geschichte und Gegenwart zweier in Hamburg lebender Sinti.

Spiel-ZigeunistanDas Theaterstück „SPIEL ZIGEUNISTAN“ erzählt vom Alltag zweier Hamburger Sinti. Der eine ist Schüler und angehenden Musiker, der andere Erwachsener, der sich als Bildungsberater und ehrenamtlicher Boxtrainer täglich für seine Leute engagiert.

Letscho und sein musikbegabter Neffe Wolkly bestreiten zwischen Vorurteilen, Lebensträumen und der prägenden Vergangenheit ihren Alltag. Zwischen Schulversagen und musikalischer Hochbegabung, zwischen den Angsttärumen aus einer langen Geschichte der Diskriminierung und dem sozialen Engagement für vom Scheitern bedrohte Jugendliche bewegen sich zwei starke Persönlichkeiten in unserer deutschen Gesellschaft. Eine Geschichte aus Hamburg – eine Geschichte von nebenan.

Die Autorin Christiane Richers bietet einen intensiven, aufrüttelnden Einblick in die nur sehr allmählich kleiner werdenden Traumatisierungen durch die kollektive Verfolgung und Ermordung deutscher Sinti durch die Nazis.

Richers liest ihr Theaterstück „Spiel Zigeunistan“, das auf Grundlage der Biografien von Kako Weiss und seinem Onkel Heinz Weiss (Kako) für das Thalia Theater Hamburg geschrieben wurde. Dazu spielt der der Jazz – Saxophonist Kako Weiss. Text und Musik erzählen gemeinsam das Stück.

Theater am Strom
Christiane Richers (Text) / Kako Weiß (Saxophon)
Sprechtheater
Jugend, Klassenzimmerstück
ab 14 Jahren
Uraufführung: Thalia Theater Hamburg, 29.01.2014

Der Eintritt ist frei, wir geben den Hut rum.
Mit Publikumsgespräch nach der Lesung.

Mittwoch, 31. Mai
Thementag „Migration“

16.00 Uhr – „Hitzacker Dorf“ stellt sich vor
Das Europa von Morgen wird so lebenswert und liebenswert sein, wie wir es zusammen werden lassen. Wir bauen in Hitzacker ein interkulturelles Generationendorf. Bericht zum Stand der Dinge. (Eintritt frei) weitere Infos

18.30 Uhr – „Spiel Zigeunistan“ – Autoren-Lesung mit Musik
Geschichte und Gegenwart zweier Hamburger Sinti. Theater am Strom: Christiane Richers (Text) / Kako Weiß (Saxophon). (Hutkasse)