CryptoParty! Warum ich doch etwas zu verbergen habe

Fast jede*r von uns nutzt derzeit wahrscheinlich mindestens ein internetfähiges Endgerät. Wir kommunizieren damit, kaufen ein, vernetzen uns, erledigen Bankgeschäfte – kurzum: wir tragen tagtäglich eine Unmenge an Daten zusammen, die sich Großkonzerne zu Nutzen machen.

Dafür verwenden wir die von den Konzernen kostenlos angebotenen Apps und erfreuen uns daran, wie sie unser Leben vereinfachen. Aber was passiert mit diesen Daten, die wir so unbedenklich und freiwillig weitergeben?

Schon mal den Begriff BigData gehört?

Man kennt die Aussage: „Ach, verschlüsseln… Ich habe doch nichts zu verbergen.“ Ist das wirklich so? Dieser Frage wollen wir mit Hilfe eines Vortrages am Donnerstag, den 17. Mai von Mai Ali Shata auf den Grund gehen.


Wir wollen helfen, eine Entscheidungsgrundlage zu schaffen, die es Menschen ermöglicht selbst zu bewerten, ob sie tatsächlich nichts zu verbergen haben – und besser zu verstehen, weshalb z.B. Telegram und WhatsApp trotz Verschlüsselung keine sicheren Messenger sind.

Es wird um Verschlüsselung, Datensicherheit und die Tools gehen, die uns helfen können unsere Daten zu schützen.

Im Anschluss an den Vortrag wird es Möglichkeiten geben, in Gesprächen das Thema weiter zu vertiefen. Auch bieten wir während der gesamten KLP gerne Hilfe bei der Installation und Konfiguration sicherer Apps an.

Zur vortragenden Person:
Mai Ali (Shata) wurde im Nordsudan geboren und kam im Jahr 2012 nach Deutschland. Sie hat ihren Bachelor in „Computer Engineering“ an der Omdurman Ahlia Univerität absolviert. Mai veranstaltet Trainings und Workshops über Menschenrechte, Gender, Frauenrechte sowie Kommunikations- und Konfliktmanagement. Sie ist Mitbegründerin der German FGM-abandonment group „My body belongs to me“ und der sudanesischen, gewaltfreien Aktionsinintiative „Girifna“. Derzeit arbeitet sie als Freelancerin für KURVE Wustrow – einem Zentrum für Trainings und Networking im Bereich gewaltfreier Aktionen, für ein Beratungszentrum von TERRE DES FEMMES e.V. und als Trainerin für Gewaltfreiheit, strategischen Wandel und digitale Sicherheit. Sie setzt sich aktiv für Rechte von Geflüchteten im Rahmen des Netzwerkes „Woman Human Rights Defenders“ ein.

Donnerstag, 17. Mai, 16.00 Uhr

„CryptoParty“: Warum ich doch etwas zu verbergen habe.
Vortrag: Warum Emails verschlüsselt, die Anonymität im Internet gewahrt & die Privatsphäre geschützt werden sollten.

Mai Ali (Shata) wird den Vortrag in englischer Sprache halten. Bei Bedarf werden wir spontan mit Hilfe der anwesenden Personen in andere Sprachen übersetzen.

An dieser Stelle ist ein bißchen Schleichwerbung passend. Denn:

Die Antwort auf alle Fragen lautet „OK“

In der Zukunft läuft alles rund: Arbeit, Freizeit und Beziehungensind von Algorithmen optimiert. QualityPartner weiß, wer am besten zu dir passt. Das selbstfahrende Auto weiß, wo du hin willst. Und wer bei TheShop angemeldet ist, bekommt alle Produkte, die er bewusst oder unbewusst haben will, automatisch zugeschickt, ganz ohne sie bestellen zu müssen. Super praktisch! Kein Mensch ist mehr gezwungen, schwierige Entscheidungen zu treffen – denn in QualityLand lautet die Antwort auf alle Fragen: OK. (…)

Wir sind begeistert vom aktuellen Buch von Marc-Uwe Kling, „Qualityland“ (Okt. 2017) – und empfehlen deshalb ausdrücklich: https://qualityland.de/

Denkanstöße in goldenen Rahmen

Eine Ausstellung zum Thema Gender, Bekämpfung von geschlechtlichen Stereotypen, Sexismus und… ja was denn eigentlich? Und was ist damit gemeint, welche Aspekte werden beleuchtet, und vor allem wie kann das alles denn eigentlich EINE Ausstellung zeigen?

Lange haben wir uns darüber Gedanken gemacht, wie man „das Thema“ spannend, schön, treffend und in all seinen Facetten in einer Ausstellung verpacken kann, und uns ist das sehr schwer gefallen.

Wir wollten gerne unterschiedliche Themen einfließen lassen und haben (mal wieder) festgestellt, dass diese Themen einfach oft eher unterschwellig an vielen Stellen unseres Lebens vorkommen.

Denkanstöße im goldenen Rahmen

Daher haben wir nun auch eine allgegenwärtige, auf unserem Hof an vielen Orten vorkommende Ausstellung gestaltet, die in keinem Fall Anspruch auf Vollständigkeit erhebt – vielmehr einfach einige Denkanstöße zu geschlechtlichen Normen und Realität geben soll. Menschen aus unserem Umfeld haben dazu beigetragen, indem sie ihre eigenen Erlebnisse erzählen, die auf gesellschaftliche Fehlstellen und Stereotypen hinweisen, die es zu bekämpfen gilt.

Viel Spaß Euch also bei der Suche nach weiteren goldenen Bilderrahmen dieser Ausstellung auf unserem Hof!

Bier trinken – Gutes tun!

Wir sind zwar nicht der Kiez. Trotzdem fiel in diesem Jahr die Wahl für das Bier an unserer Bar auf Quartiermeister. Deren Vision ist eine gerechtere Wirtschaft, die für den Menschen da ist.

Profitmaximierung, Ausbeutung und Wachstumszwang wird eine Absage erteilt. Mit den Gewinnen aus dem Bierverkauf werden soziale Projekte und Initiativen vor Ort unterstützen. Dabei sollen die Gewinne nicht durch Ausbeutung von Mensch und Natur erzielt werden. Die Wertschöpfung von Quartiermeister ist deshalb so regional und korrekt wie möglich aufgebaut. Brauereien und Händler erhalten einen fairen Anteil.

Je mehr wir verkaufen, umso mehr schütten wir an gute Projekte vor Ort aus.

Quartiermeister Bio-Bier – alle verwendeten Rohstoffe stammen aus kontrolliert biologischer und deutscher Landwirtschaft.

Bier trinken – Gutes tun!

Quartiermeister Bio-Bier – ab Himmelfahrt an der [widersetz]bar und jeden Abend ab 18.00 Uhr am Späti.

14 Tage an Bord der „Sea Eye“

Zwei Wochen lang lebte und arbeitete die Fotografin Bente Stachowske mit acht freiwilligen Helfern an Bord der „Sea Eye“. Genau wie Sea Watch rettet die gleichnamige deutsche Hilfsorganisation auf dem Mittelmeer Flüchtlinge.

Auf Spiegel Online wurde jetzt ein Bericht zu ihrem Aufenthalt auf der „Sea Eye“ veröffentlicht. Eindrucksvolle Bilder gibt es auch auf ihrer Webseite.

Sie zeigen die Helfer beim Warten, Ausschau halten und Verteilen der Rettungswesten, aber auch Menschen, die vor Erschöpfung zusammenbrechen, Todesangst in den Augen haben, Kinder in Wärmedecken gehüllt.

„Alle sollten zwar Rettungswesten tragen, aber ich war mich nicht sicher, ob jeder eine bekommen und sie auch richtig angezogen hatte. Ich bekam wirklich Angst, dass jemand stirbt“, beschreibt sie eine Rettungsaktion.

Das Schlauchboot der Geflüchteten sank langsam. Doch am Ende gelangten alle sicher an Bord eines irischen Marineschiffes.

Bente ist eine gute Freundin und beteiligte sich an unserem ersten politischen wunde.r.punkt 2016 mit einer Fotoausstellung über den Castor-Protest im Wendland.

Nie wieder Krieg – Nie wieder Faschismus!

„Nie wieder Krieg – Nie wieder Faschismus!“ – so lautet der Schwur von Buchenwald. Dieser Schwur sollte aktueller denn je für uns sein.

Denn Nationalismus und Rechtspopulismus sind nicht nur in Deutschland sondern in vielen Ländern auf dem Vormarsch und mit ihnen die Ausgrenzung von Minderheiten, völkisches Denken und zunehmende autoritäre Strukturen in der Gesellschaft.

Aufruf des Bündnis gegen Rechts Wendland / Altmark

Das Bündnis gegen Rechts wird mit einer Ausstellung über die gesamte KLP und einer Veranstaltungsreihe am Pfingstsamstag den Blick auf die rechten Strukturen im Wendland und drumherum lenken.mehr

Seit einigen Jahren sind menschenfeindliche Äußerungen, Nationalismus, sexistische Familienbilder und andere anti-emanzipatorische Haltungen wieder „salonfähig“. Die Schwelle, rechtes Gedankengut auszusprechen, ist spürbar gesunken. Bleibt es unwidersprochen, dann werden diese Haltungen in der Gesellschaft immer mehr zur Normalität. Dadurch vertiefen sich die bestehenden Spaltungen zwischen verschiedenen benachteiligten Gruppen. Die einen verteidigen ihre wenigen Privilegien gegen die anderen, statt sich mit einander zu solidarisieren und gemeinsam für eine gerechtere Gesellschaft einzutreten.

Wer sich zur gesellschaftlichen „Normalität“ zugehörig fühlt, vertritt die eigene Meinung zunehmend selbstbewusst und offen. Widerspruch gegen diese Einstellungen fällt vielen schwer, und oft umso schwerer, je offensiver Vorurteile gegen Minderheiten vertreten werden. Wir schweigen dazu, weil wir nicht anecken und uns nicht selbst als Minderheit zeigen wollen. Dies führt zu einer Schweigespirale, die feindselige Einstellungen in der Mitte der Gesellschaft verstärkt.

Wir widersprechen!

Im Sinne einer vielfältigen Gesellschaft sind wir daher aufgefordert, diese Spirale zu durchbrechen, indem wir widersprechen. Nicht erst bei neonazistischen Parolen, sondern gleich bei den ersten Äußerungen, die andere Menschen abwerten. Sei es gegen Zugewanderte, Roma, Juden, Moslems, Frauen, etc. Sei es an der Supermarktkasse, beim Sport oder im Wartezimmer der Arztpraxis.

Schweigen stärkt rechte Positionen!

Neben aktivem Widersprechen können wir außerdem in Schulen, Vereinen, Organisationen, öffentlichen Einrichtungen und an anderen Stellen dazu beitragen, dass rechten Haltungen entgegengetreten wird. Sportvereine können klare Positionen beziehen und Schulen dazu beitragen, dass sie Orte gelebter Vielfalt werden.

Wir solidarisieren uns!

Ebenso wichtig ist es, dass wir uns mit Betroffenen menschenfeindlicher Aussagen und Verhaltensweisen solidarisieren. Dies kann bedeuten, Betroffenen beizustehen, wenn sie angegriffen werden, aber auch in unseren jeweiligen Zusammenhängen dafür zu sorgen, allen Interessierten eine Teilhabe zu ermöglichen. Es gibt viele Möglichkeiten und oft wissen die Betroffenen selbst, was sie am besten unterstützt, Nachfragen hilft!

Sichtbar werden gegen rechte Normalisierung!

Wir wollen ausdauernd, unnachgiebig und kraftvoll deutlich machen, dass die Würde aller Menschen unantastbar ist. In einer gleichberechtigten, offenen Gesellschaft heißt die Alternative Solidarität!

Veranstaltungsreihe am Samstag. 19. Mai

  • 11.00 Uhr – Hörbar widersprechen! Argumentations-Training von „Aufstehen gegen Rassismus“ (bis 13:00).
  • 14.00 Uhr – Wunderbar solidarisch – Handlungsoptionen gegen Rechts. Erfahrungsaustausch zu unseren Handlungsoptionen gegen rechte Normalisierung (an der Ausstellung vom Bündnis gegen Rechts).
  • 16.00 Uhr – Sichtbar widersetzen! Aktionstraining zum Blockieren von Naziaufmärschen u.ä. (bis 18 Uhr).

Gelassener Leben und Arbeiten

Die Idee, die unser Referent Dr. Ulrich Schachtschneider am Pfingstmontag vertritt, klingt sehr gut: Ein ökologisches Grundeinkommen minimiert den Verbrauch der Naturressourcen und bringt gleichzeitig mehr Freiheit und soziale Sicherheit.

„Grüne“ Technik ist inzwischen in der ganzen Gesellschaft akzeptiert, zum Hoffnungsträger geworden. Doch der technische Weg allein wird die Gesellschaft nicht zu einer nachhaltigen machen, ist sich Schachtschneider, Energieberater / freier Sozialwissenschaftler / konkreter Utopist, sicher.

  • Doch wie werden ökologische Lebensstile für alle attraktiv?
  • Wie kann die Energiewende für alle sozial gestaltet werden?
  • Welche Schritte sind möglich für einen sozial-libertären Green New Deal?
  • Wie finden wir aus der Wachstums- und Beschleunigungsdynamik heraus?
  • Wie überwinden wir die Kapitaldominanz ohne „Systemhopping“?
  • Wie verbinden wir das Projekt der Moderne mit der Beschränkung der Ökologie?

Die Lösung: Das ökologische Grundeinkommen

Ein Aufkommen aus Ressourcensteuern würde selbst bei vollständiger Ausschüttung nicht ausreichen, um ein vollwertiges Grundeinkommen zu finanzieren.

Die Kombination von Steuern auf den Verbrauch von Naturressourcen oder auf umweltschädigende Produktion bzw. Konsumtion und einer Ausschüttung dieser Steuereinnahmen an alle Bürgerinnen und Bürger (Ökogrundeinkommen/-bonus) bietet hingegen eine ausgezeichnete Möglichkeit, ökologische Ziele und soziale Gerechtigkeit zu verbinden. Schachtschneider kann nachweisen, dass sich die negativen Folgen des „Green New Deal“ und bisheriger Ökosteuern durch ein Ökogrundeinkommen vermeiden lassen.

Das ökologische Grundeinkommen wird in Form eines „Ökobonus“ durch die Besteuerung von Umweltverbrauch finanziert.

Ein solcher Ökobonus könnte mit anderen Steuerquellen kombiniert werden, so dass eine existenz- und teilhabesichernde Höhe des gesamten Grundeinkommens möglich ist. Ein ökologisches Grundeinkommen, das Prinzip TAX AND SHARE, könnte sogar parallel zu den bestehenden Sozialversicherungssystemen eingeführt werden.

Ein weiterer Aspekt: Die ökologische Bewegung und die Grundeinkommensbewegung würden zusammengeführt.

Dr. Ulrich Schachtschneider kommt mit Unterstützung der Initiative Bedingungsloses Grundeinkommen Lüneburg – Wendland. Die Ini trifft sich regelmäßigzum Stammtisch, der häufig mit auswärtigen Aktiven und / oder Vortrag an jedem 1. und 3. Dienstag des Monats um 19:00 Uhr im Pons in Lüneburg stattfindet.

Pfingstmontag, 21. Mai, 15.00 Uhr

Bedingungsloses Grundeinkommen und Postwachstum – das ökologische Grundeinkommen. Vortrag von Dr. Ulrich Schachtschneider (Unconditional Basic Income Europe).

Danke an die zero!

Wir sagen ganz herzlich DANKE an die zero für das Abdrucken einer (kostenlosen) Werbung für unser Soli-Konzert am 19. Mai!

zero erscheint seit 1994 zehn Mal im Jahr im Wendland. zero wird kostenlos im Wendland und ausgewählten Stellen in Uelzen, Lüneburg, Salzwedel, Dömitz und an einigen Orten der Kreise Altmark, Uelzen und Lüneburg ausgelegt.

Ein sympathisches Magazin, denn:

  • zero ist kein Rendite-Objekt.
  • zero wird in Wohnzimmern produziert.
  • zero hat keine Zentrale und kein Sekretariat.
  • zero wird in der Region gedruckt.
  • zero wird in schwarzweiß gedruckt.
  • zero wird auf „Circle matt white“ gedruckt: ein 100% Recycling-Bilderdruckpapier mit blauem Umweltengel.
  • zero ist unparteilich – aber nicht immer unparteiisch.
  • zero leistet sich eine eigene Meinung.
  • Bei zero kann man keine Artikel kaufen, indem man eine Anzeige aufgibt.

DANKE!

Sea-Watch rettet hunderte Menschen aus Seenot

Die Sea-Watch 3 startete Anfang April ihre neue Rettungsmission im Mittelmeer. Seitdem wurden hunderte Menschen gerettet. Doch die Situation spitzt sich zu. Die Todesrate ist auf einem Rekordhoch. Und die völkerrechtswidrigen Vorfälle mit der sogenannten libyschen Küstenwache häufen sich.

Die Abschottungspolitik der EU zeigt Wirkung: Es kommen immer weniger Personen in Italien an.  In absoluten Zahlen sind allerdings seit Januar 2018 mehr Menschen ums Leben gekommen als noch 2015. Etwa einer von 32 Flüchtenden stirbt derzeit bei der Überfahrt über das Mittelmeer.

„Jeder Mensch hat das Recht, jedes Land zu jeder Zeit zu verlassen.“ (Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte)

Die aktuelle Sea-Watch Rettungsmission wurde am Freitag, den 13. April, konkret. Mehr als 300 Menschen wurden aus zwei in Seenot geratenen Schlauchbooten gerettet. Mit 165 Personen war eines der Schlauchboote extrem überladen. Besonders besorgniserregend, in den vergangenen Monaten sind nämlich deutlich weniger Rettungsschiffe vor der libyschen Küste präsent. Aufgrund von Drohungen durch die sogenannten libysche Küstenwache halten sie sich deutlich weiter im Norden auf.

Photo: Tim Lüdemann / Sea-Watch e.V.

Am 22. April war Sea Watch an einer komplexen Rettungsaktion beteiligt. Etwa 60 Seemeilen nördlich von Tripolis wurden 94 Menschen von einem Schlauchboot in Seenot an Bord genommen. Unter den Personen war eine Schwangere, mehrere Babys und Kinder. Sie befanden sich seit der vergangenen Nacht auf See. Sea-Watch verteilte Rettungswesten an alle. Noch bevor ein Schiff der sogenannten libyschen Küstenwache das Geschehen erreichte, wurde Sea Watch aufgefordert, nicht einzugreifen.

Beim Eintreffen des libyschen Schiffes sprangen dann Menschen vom Schlauchboot ins Wasser und riefen „No Libya“. Die sogenannte libysche Küstenwache nahm in der Vergangenheit die Menschen – auch mit Waffengewalt – an Bord ihrer Kriegsschiffe und brachte sie zurück nach Libyen. Dort erwarten sie Folterlager. Das Völkerrecht wird systematisch gebrochen. Aus Angst vor einem „Rechtsruck“ duldet Europa diese illegalen „Rückführungen“ der Flüchtlinge und scheut eine dringend notwendige Debatte über sichere Flüchtlingsrouten.

Die Situation am 22. April endete allerdings gut: Das Schlauchboot mit den Flüchtenden an Bord ging längsseits zur Sea Watch 3. Die Libyer ordneten daraufhin die Sea-Watch 3 an, alle Personen an Bord zu nehmen.

Soli-Konzert für Sea-Watch am 19. Mai

Am Pfingst-Samstag (19. Mai 2018) wird in Klein Witzeetze ein großes Soli-Konzert für Sea-Watch stattfinden. Mithilfe einer bekannten Band, deren Namen wir am 1. Mai veröffentlichen, werden wir das Thema Migration erneut und nachdrücklich in die Kulturelle Landpartie tragen.

Der Eintritt ist eine Spende für die Lebensretter*innen auf dem Mittelmeer. Alle Überschüsse des Abends gehen direkt an Seawatch. Als großes Ziel wollen wir einen ansprechenden Beitrag leisten, den Einsatz des Rettungsschiffes auf dem Mittelmeer einen Monat lang zu finanzieren.

Alternativer Konsum funktioniert, wenn er lecker ist!

Eben noch auf der Plantage, jetzt schon in der Tüte. 100% natürlich. Und vegan natürlich auch. WHAPOW begeistert (nicht nur uns).

Foto: instagram/whapower

Das Auge isst mit, klare Sache. Doch bei WHAPOW muss man ganz genau hinschauen.

„Ihh, ist das grün, das möchte ich nicht probieren.“

„Doch, mach doch mal.“

„Ahh ist das lecker, das hätte ich nie gedacht und so viele gute Sachen sind drin.“

Auf den ersten Blick ist es ein Eis, vielleicht eine Süßigkeit.

Auf den zweiten Blick ist WHAPOW allerdings etwas ganz anderes. Zwar auch ein Eis. Es besteht aber ausschließlich aus natürliche Zutaten ohne Zuckerzusatz und Zuckeralternativen, ohne Farb-, Zusatz-, und Konservierungsstoffe, nicht einmal pasteurisiert, homogenisiert oder stabilisiert. 100% natürliche, pure Energie, roh und vegan mit u.a. Cholesterin-freien Protein, Vitaminen (Vitamin A, C und B2), Mineralien, essentiellen Aminosäuren, Fettsäuren (u.a. Omega-3 und Omega-6) und starken Antioxidantien. Grundlage ist die Mikroalge Spirulina. Die UN bezeichnete Spirulina bereits 1974 als „bestes Lebensmittel der Zukunft“.

Auf den dritten Blick könnten die Mikroorganismen nämlich Makro-Probleme lösen. Mikroalgen sind nicht nur nährstoff- und proteinreich, sie können auch sehr nachhaltig produziert werden. Ohne Agrarflächen, keine Abholzung von Wäldern, keine Gewässerverschmutzung, keine Bodenverschmutzung durch Düngung. Spirulina wächst schnell, verdoppelt alle 3 Tage ihre Biomasse. Für 1kg Spirulina werden nur 15l Wasser benötigt, welches wiederverwendet werden kann. 1kg Mais braucht ca. 1000l Wasser, 1kg Fleisch mehrere tausend.

WHAPOW – Algen-Kiosk

Soll es das volle Aroma reif geernteter Banane mit einer deutlichen Schokoladennote durch feinen Rohkakao sein? Oder die Variante zitrusfrisch mit wertvollen Zutaten?

Der Algen-Kiosk bietet euch Pfingsten neben einem Exkurs zu Spirulina frische Smoothies & Eis: Samstag, 19. Mai und Sonntag 20. Mai jeweils ab 11:00 Uhr

Zwei Brüder – ein Schattenspiel

Eine Stadt in Syrien. Eine belagerte Stadt. Zwei Brüder harren 4 Wochen in ihrer Wohnung aus. Es gibt bald keinen Strom mehr, kein Wasser, kein Essen. Ein Loch im verbarrikadierten Fenster ist ihr einziger Kontakt zur Aussenwelt. Sie haben Angst und muntern sich immer wieder auf durchzuhalten. Ein Spiel mit den Schatten der Vergangenheit.

Warum hast du unsere Mutter angelogen?
Ich hab sie nicht angelogen?

Doch!! Du hast ihr gesagt, dass es nur für eine
Nacht ist und morgen können wir wieder nach Hause zurückkehren.

Wenn ich die Wahrheit erzählt hätte, hätte sie uns nie wieder das Zuhause sehen lassen.

Aber ich habe sie nicht genug umarmt
und mich von ihr verabschiedet

Denkst Du ich hätte genug?
Warum bleiben wir hier?

Bruder, in diesem Haus sind wi r geboren, in diesem Haus sind wir groß geworden, hier sindunsere Freunde und Verwandten.

Ich verstehe, Bruder, was du meinst.
Irgendwann werden wir sterben, deswegen sterben wir lieber hier.

Ihr seht nur unsere Schatten und wisst nicht wie es
bei uns ist
was bei uns
passiert

ihr seht
uns erst wenn wir fliehen
ihr seht
uns nur als
Geflüchtete

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Ein beeindruckendes Theaterstück der Freien Bühne Wendland.

  • Texte und Spiel: Wessam Ajini und Hamod Al Refai.
  • Regie und Projektor: Ursula Pehlke.
  • Schattencoach: Stephan Rätsch

Donnerstag, 17. Mai, 18:30 Uhr

Freie Bühne Wendland: „Zwei Brüder – ein Schattenspiel“, Theaterstück

Keine Vorbestellungen, Hutkasse

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