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Donnerstag, 1. Juni – 16.00 Uhr

An unserem Thementag zu Atomenergie findet um 16.00 Uhr ein Vortrag des Gorleben Archivs statt. Zeitzeug*innen berichten unter dem Motto „40 Jahr – nix ist klar?!“ über den Atommüll-Standort Wendland.

Die Geschichte des Widerstands gegen die Gorlebener Atomanlagen hat viele Kapitel. Wer erinnert sich noch an die erpresserischen Kaufangeboten und Bespitzelungen der DWK vor vierzig Jahren? Wie war das eigentlich genau, als sich die Landwirte aufmachten zum legendären Treck nach Hannover? Die Besetzung der Bohrstelle 1004, die Einbetonierung auf den Gleisen, die Massenblockaden und Kunstaktionen, die Kriminalisierung des Widerstands und rechtswidrigen Polizeiaktionen – wie haben es die Beteiligten damals erlebt, wie haben sie das Wendland bis heute geprägt?

Auf einer Veranstaltung des Gorleben Archivs werden der Grundbesitzer Andreas Graf von Bernstorff, Landwirt Hans-Werner Zachow, die Künstlerin Uta-Helene Götz, Anti-Atom-Aktivist Heiko Müller-Ripke, der Rechtsanwalt Nikolaus Piontek, Ivan Müller und andere Zeitzeugen über ihre ganz persönlichen Erfahrungen berichten – mehr als ein Rückblick auf 40 Jahre Widerstand.

40 Jahre Standortbenennung

22.2.1977: Ernst Albrecht zeigt mit dem Mittelfinger auf Gorleben
22.2.1977: Ernst Albrecht zeigt mit dem Mittelfinger auf Gorleben

In diesem Februar jährte sich die Standortbenennung Gorlebens als Atommüll-Standort zum 40. Mal: Am 22.2.1977 stellte der damalige niedersächsische Ministerpräsident Dr. Ernst Albrecht (CDU) die Pläne vor.

In Gorleben sollte ein „Nukleares Entsorgungszentrum“ (NEZ) entstehen: Auf einem Areal von 12 Quadratkilometern ist eine Wiederaufarbeitsanlage (WAA), eine Brennelementefabrik und verschiedene Pufferlager für hoch-, mittel- und schwachradioaktive Abfälle geplant. Für die Endlagerung ist der Salzstock Gorleben-Rambow vorgesehen. Legendär ist das Foto, auf dem Albrecht auf einer Landkarte auf Gorleben zeigt.

Einen Tag nach der Standortbenennung findet am 23. Februar die erste größere Anti-AKW-Demo mit 1.500 Menschen im Landkreis Lüchow-Dannenberg statt, darunter auch AtomkraftgegnerInnen aus Winsen/Luhe, Lichtenmoor, Hamburg, Hannover und Hildesheim. Auch Abordnungen von AtomkraftgegnerInnen aus Norwegen und andere Ländern waren dabei.

40 Jahre danach protestieren die Menschen weiter gegen den schon nach Gorleben gebrachten Atommüll, immer weitere Transporte mit strahlenden Abfällen in ein Lager für schwach- und mittelaktiven Müll. Und dagegen, dass Gorleben trotz aller Fehler und Bedenken weiter im Suchverfahren für ein Atommülllager ist.

40 Jahre Standortbenennung - Protest in Gorleben (Bild: publiXviewing.de)
40 Jahre Standortbenennung – Protest in Gorleben (Bild: publiXviewing.de)

Donnerstag, 1. Juni – Thementag „Atom“

16.00 Uhr – Gorleben: „40 Jahr – nix ist klar?!“
Ein Vortrag mit Zeitzeugen von und mit dem Gorleben Archiv e.V. (Hutkasse)

18.30 Uhr – Fässer ohne Boden. Atommüllkommission am Ende – Konflikt ungelöst
.ausgestrahlt-Sprecher Jochen Stay ist bei der Auseinandersetzung um die Suche nach einem Atommüll-Lager hautnah dabei. Mit Erfahrungen und Einschätzungen macht er Mut, sich aktiv in die Debatte einzumischen. (Hutkasse) weitere Infos

Freitag, 2. Juni
Wir sind in Gorleben – du auch?

Am Freitag vor Pfingsten (2. Juni) findet in Gorleben erneut die „Kulturelle Widerstandspartie“ statt. Von 14.00 Uhr bis in die Nacht hinein treffen sich wieder hunderte Menschen am „Belugadreieck“ vor dem Erkundungsbergwerk. Die Empörung gegen das Atomprogramm wird bunt, laut, frech und widerständisch sein….

Mittwoch, 31. Mai – 18.30 Uhr

Am Mittwoch abend haben wir das „Theater am Strom“ zu Gast in Klein Witzeetze. Ihr Sprechtheater handelt von der Geschichte und Gegenwart zweier in Hamburg lebender Sinti.

Spiel-ZigeunistanDas Theaterstück „SPIEL ZIGEUNISTAN“ erzählt vom Alltag zweier Hamburger Sinti. Der eine ist Schüler und angehenden Musiker, der andere Erwachsener, der sich als Bildungsberater und ehrenamtlicher Boxtrainer täglich für seine Leute engagiert.

Letscho und sein musikbegabter Neffe Wolkly bestreiten zwischen Vorurteilen, Lebensträumen und der prägenden Vergangenheit ihren Alltag. Zwischen Schulversagen und musikalischer Hochbegabung, zwischen den Angsttärumen aus einer langen Geschichte der Diskriminierung und dem sozialen Engagement für vom Scheitern bedrohte Jugendliche bewegen sich zwei starke Persönlichkeiten in unserer deutschen Gesellschaft. Eine Geschichte aus Hamburg – eine Geschichte von nebenan.

Die Autorin Christiane Richers bietet einen intensiven, aufrüttelnden Einblick in die nur sehr allmählich kleiner werdenden Traumatisierungen durch die kollektive Verfolgung und Ermordung deutscher Sinti durch die Nazis.

Richers liest ihr Theaterstück „Spiel Zigeunistan“, das auf Grundlage der Biografien von Kako Weiss und seinem Onkel Heinz Weiss (Kako) für das Thalia Theater Hamburg geschrieben wurde. Dazu spielt der der Jazz – Saxophonist Kako Weiss. Text und Musik erzählen gemeinsam das Stück.

Theater am Strom
Christiane Richers (Text) / Kako Weiß (Saxophon)
Sprechtheater
Jugend, Klassenzimmerstück
ab 14 Jahren
Uraufführung: Thalia Theater Hamburg, 29.01.2014

Der Eintritt ist frei, wir geben den Hut rum.
Mit Publikumsgespräch nach der Lesung.

Mittwoch, 31. Mai
Thementag „Migration“

16.00 Uhr – „Hitzacker Dorf“ stellt sich vor
Das Europa von Morgen wird so lebenswert und liebenswert sein, wie wir es zusammen werden lassen. Wir bauen in Hitzacker ein interkulturelles Generationendorf. Bericht zum Stand der Dinge. (Eintritt frei) weitere Infos

18.30 Uhr – „Spiel Zigeunistan“ – Autoren-Lesung mit Musik
Geschichte und Gegenwart zweier Hamburger Sinti. Theater am Strom: Christiane Richers (Text) / Kako Weiß (Saxophon). (Hutkasse)

Mittwoch, 31. Mai – 16.00 Uhr

In Hitzacker wird ein neues Dorf gebaut: Ein „interkulturelles Generationendorf“, ein „Dorf für alle“. Dort wird Leben und Arbeiten neu erfunden, es wird anders gedacht. Denn das Europa von Morgen wird so lebenswert und liebenswert sein, wie wir es zusammen werden lassen. Es liegt an uns, gemeinsam Räume für die praktische interkulturelle und demokratische Gesellschaftsentwicklung zu schaffen.

Auf 5,5 Hektar bauen wir gemeinsam ein genossenschaftlich ausgerichtetes Dorf. Das heißt: das Dorf gehört uns, der Genossenschaft, zusammen – samt Häusern, Straßen und Gemeinschaftseinrichtungen. Familien, Geflüchtete und Menschen jeden Alters aus aller Welt werden hier leben.

Hitzacker Dorf Bauplan

Im letzten Jahr sind die Planungen schon weit gediehen. Es sind viele engagierte Menschen die eine Genossenschaft und ein Verein gegründet haben. Wöchentlich finden Arbeitstreffen statt. Die Baugruppe erarbeitet Baupläne, Praktikanten mit Migrationshintergrund sind mittendrin. Der Kreis an Interessenten und Dorfbewohner*innen wächst mit jedem Tag. Bald steht der erste Spatenstich auf dem Grundstück bei Hitzacker an.

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Hitzacker Dorf – Ausstellung 2016

Schon im letzten Jahr berichteten Aktive auf unserem Wunde.r.punkt zum Stand der Dinge. Eine Ausstellung gab erste Informationen zu dem ambitionierten Projekt.

Ein Jahr später laden wir im Rahmen unseres zweiten Thementages „Migration“ zu einem aktuellen Überblick ein. Gleichzeitig ist dieser Vortrag eine herzliche Einladung an alle Interessierten, an diesem großartigen Projekt mitzuwirken.

Mittwoch, 31. Mai – 16.00 Uhr
„Hitzacker Dorf“ stellt sich vor

Das Europa von Morgen wird so lebenswert und liebenswert sein, wie wir es zusammen werden lassen. Wir bauen in Hitzacker ein interkulturelles Generationendorf.

Ein Bericht zum Stand der Dinge und eine Einladung zum Mitmachen. Auch für Menschen, die ihren Lebensmittelpunkt (noch) nicht ins Hitzacker/Dorf legen können oder möchten…

(Eintritt frei)

Mittwoch, 31. Mai
Thementag „Migration“

16.00 Uhr – „Hitzacker Dorf“ stellt sich vor
Das Europa von Morgen wird so lebenswert und liebenswert sein, wie wir es zusammen werden lassen. Wir bauen in Hitzacker ein interkulturelles Generationendorf. Bericht zum Stand der Dinge. (Eintritt frei)

18.30 Uhr – „Spiel Zigeunistan“ – Autoren-Lesung mit Musik
Geschichte und Gegenwart zweier Hamburger Sinti. Theater am Strom: Christiane Richers (Text) / Kako Weiß (Saxophon). (Hutkasse) weitere Infos

Dienstag, 30. Mai – 18.30 Uhr

Die öko-politische Filmreihe ist seit einigen Jahren im Wendland etabliert: einmal im Monat, an jedem ersten Dienstag, wird ein spannendes, abwechslungsreiches Programm im Kino Platenlaase gestaltet. Bei uns zeigen die Aktivist*innen den Film „Seefeuer“.

Leben & Sterben auf Lampedusa

Für viele Flüchtlinge aus Afrika ist die zu Sizilien gehörende Insel Lampedusa das Tor zu Europa. Bei der beschwerlichen Fahrt über das Mittelmeer sind bisher seit 1988 mehr als 20.000 Menschen ums Leben gekommen.

So beginnt der Dokumentarfilm „Seefeuer“ mit einem Notruf. Wieder ist eines der Flüchtlingsboote in Seenot geraten und die italienische Küstenwache versucht, Menschenleben zu retten. Parallel dazu sieht man Ausschnitte vom Alltag der Italiener auf Lampedusa. Vor allem der etwa 12-jährige Samuele wird so zum Protagonisten.

Für seine Dokumentation beobachtete Regisseur Gianfranco Rosi ein Jahr lang das Geschehen direkt vor Ort.

„Wir leben in einer Welt, in der gerade viele Mauern und Grenzen gezogen werden. Am meisten habe ich Angst vor den geistigen Grenzen, die hochgezogen werden.“
Regisseur Gianfranco Rosi, Berlinale 2016

Der Film wurde bei der Berlinale 2016 mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet.

18.30 Uhr – Film: „Seefeuer“ – Leben & Sterben auf Lampedusa

Die im Wendland etablierte öko-politische Filmreihe zeigt den besten Film der Berlinale 2016: Über den Ort, wohin sich seit Jahren vorwiegend afrikanische Geflüchtete über das Meer aufmachen (DE 2016, 108min, FSK 12). (Hutkasse)

Sonntag, 28. Mai – 18.30 Uhr

Mit „The True Cost – der Preis der Mode“ zeigen wir am Ende unseres ersten Thementages zu „Konsum“ einen Film, der über das komplexe Gewebe der globalen Textilindustrie aufklärt um letztlich auch die eigenen Kaufentscheidungen auf den Prüfstand zu stellen.

Als 2013 die Textilfabrik Rana Plaza in Bangladesch einstürzte, über tausend Arbeiterinnen unter Trümmern begrub und mehr als zweitausend Schwerverletzte hinterließ, sah es für einen Moment so aus, als bräche die mediale Empörung über die katastrophalen Produktionsbedingungen der globalisierten Modeindustrie nachhaltig an den Pranger.

Ein Aufruf gegen Wegwerfmode

Doch „Fast Fashion“, die kurzlebigen Modetrends unserer Zeit, machen schmutzige Praktiken nötig. Immer schneller, immer kurzlebiger sind die Ansprüche der Kund*innen. Seit 2013 sind noch mehr Markenzentren mit immer neuen Style-Angeboten zu Billigpreisen hinzugekommen. Denn der Kunde kauft.

Der amerikanische Dokumentarfilmer Andrew Morgan besuchte die Produktionsorte in Bangladesch, Indien, Kambodscha, China, Afrika und Haiti. Er will die Kommentare einschlägiger Big-Business-Vertreter widerlegen, die behaupten, für lebensgefährliche Arbeitsplätze in den Herstellungsländern, hochtoxische Verarbeitungsprozesse und miserable Löhne nicht verantwortlich zu sein.

Dabei gewann er das Vertrauen von Arbeiterinnen, lokalen Unternehmern, Umweltexperten und Kapitalismuskritikern. H & M, Zara, Walmart und die Handvoll weiterer globaler Monopolisten, die vom entfesselten Kapitalismus profitieren, stellten sich der Bitte um Interviews nicht.

Der Film macht die Wirkung unseres gierigen Modekonsum und der Ausbeutung, Vergiftung und Verschmutzung in den Herstellungsländern deutlich.

Andererseits ist er aber auch ein vorsichtig optimistischer Kampagnenbeitrag, der Modemacherinnen, Aktivistinnen und Unternehmerinnen erläutern lässt, wie die Kritik am System der Wegwerfmode zu neuen Modellen der Fair-Trade-Produktion führen kann.

Sonntag, 28. Mai
Thementag „Konsum“

15.00 Uhr – Kleidertauschparty & Kinder-Seifenblasendisko
Kleider machen Leute! Neu eingekleidet mit alten Lieblingsstücken von anderen. Bringt gerne eure aussortierten Klamotten mit. Für die Kinder: Seifenblasendisko! (Eintritt frei) weitere Infos

18.30 Uhr – Film: „The True Cost – der Preis der Mode“
Wie kann es sein, dass Kleidung bei uns so wenig kostet? Die bedrückende Antwort auf die Frage ist: Es darf nicht sein! (Doku 
USA 2015, 92 min). (Hutkasse)

 

Sonntag, 28. Mai – 15.00 Uhr

Der erste Sonntag der KLP steht im Zeichen des „nachhaltigen Konsums“. Am Nachmittag findet um 15.00 Uhr eine „Kleidertauschparty“ statt. Damit die (großen und kleinen) Kinder sich nicht langweilen wenn die Eltern Klamotten anprobieren, veranstalten wir parallel eine Seifenblasendisko!

Tauschen statt Kaufen

Kleider machen Leute! Neu eingekleidet mit alten Lieblingsstücken von anderen: Mit der Tauschbörse wollen wir kritischen Konsum anregen und Alternativen zur Wegwerfgesellschaft aufzeigen. Die Herstellung von Kleidung verbraucht Ressourcen und Energie. Wer Kleidung tauscht statt neue zu kaufen, schont also die Umwelt.

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Damit sind Kleidertauschpartys der beste Beweis dafür, dass ein nachhaltiger Lebensstil nicht zwangsläufig Verzicht bedeuten muss.

  • Wenn auch Dein Kleiderschrank überquillt, sortiere nicht mehr benötigte (und gut erhaltene) Textilien aus und bringe sie mit. Ob Kinderkleidung, Männersachen oder Saisonartikel: alles ist herzlich willkommen.

Seifenblasendisko!

Während eure Eltern sich neu einkleiden, drehen wir die Musik auf und lassen Seifenblasen steigen. Für alle großen und kleinen Kinder veranstalten wir parallel zur Kleidertauschparty eine Seifenblasendisko!

Der Eintritt ist natürlich frei.

Sonntag, 28. Mai
Thementag „Konsum“

15.00 Uhr – Kleidertauschparty & Kinder-Seifenblasendisko
Kleider machen Leute! Neu eingekleidet mit alten Lieblingsstücken von anderen. Bringt gerne eure aussortierten Klamotten mit. Für die Kinder: Seifenblasendisko! (Eintritt frei)

18.30 Uhr – Film: „The True Cost – der Preis der Mode“
Wie kann es sein, dass Kleidung bei uns so wenig kostet? Die bedrückende Antwort auf die Frage ist: Es darf nicht sein! (Doku 
USA 2015, 92 min). (Hutkasse) weitere Infos

Samstag, 27. Mai – 18.30 Uhr

Ob im rheinischen Braunkohlegebiet, am Hafen von Amsterdam oder auf den Straßen von Paris während des Weltklimagipfels, die Kämpfe für Klimagerechtigkeit werden an immer mehr Fronten geführt.

Am Samstag abend (27. Mai) zeigen wir an unserem Thementag „Kohle“ mit dem Film „Beyond the red lines“ (Jenseits der roten Linien) die Geschichte einer wachsenden Bewegung, die „Es reicht! Ende Gelände!“ sagt, zivilen Ungehorsam leistet und die Transformation hin zu einer klimagerechten Gesellschaft selber in die Hand nimmt.

In 90 Minuten porträtiert der Film drei Initiativen im Vorfeld und während des Weltklimagipfels 2015, der in Paris stattfand. Er zeigt uns, wie 1.300 Menschen in den Rheinischen Braunkohletagebau eindringen und ihre Körper in den Weg von gigantischen Kohlebaggern stellen, um Europas größte CO2-Quelle für einen Tag lahmzulegen („Ende Gelände“). Im Film kommen Menschen zu Wort, die den Import fossiler Brennstoffe am Hafen von Amsterdam blockieren (Klimacamp „ground control“ & „Climate Games“). Er zeigt uns Menschen, die eine 5.000 km lange Fahrradtour nach Paris machen, um unterwegs unzähligen lokalen Initiativen eine gemeinsame Stimme für eine klimagerechte Welt zu verleihen (Alternatiba).

Der Film dokumentiert ebenfalls, wie anlässlich des Weltklimagipfels trotz des ausgerufenen Notstands Zehntausende ihre Forderungen auf die Straßen von Paris tragen. Weltweit kommt es hierbei zur größten Mobilisierung der bisherigen Geschichte um das Thema Klimawandel mit über 785.000 Menschen auf 2.200 Veranstaltungen in 175 Ländern.

Inmitten gewaltiger Maschinen, empörter kritischer Stimmen und apokalyptischer Tagebaulandschaften wird die Logik eines Systems, das auf endlosem Wachstum beruht, und sein „grünes“ Krisenmanagement in Frage stellt.

Der Film wurde vom unabhängiges Medienkollektiv „Cine rebelde“ gedreht. Seit 2003 produzieren die Filmemacher*innen Clips, Kurzfilme und Dokumentationen über emanzipatorische soziale Bewegungen im umwelt- und sozialpolitischen Bereich

Samstag, 27. Mai
Thementag „Kohle“

15.00 Uhr – Workshop: Aktionen zivilen Ungehorsams
Von x-tausendmal quer über Ende Gelände in den Hambacher Forst. Eine (praktische) Einführung mit erfahrenen AktivistInnen & einer Trainerin der Kurve Wustrow. (Eintritt frei) weitere Infos

18.30 Uhr – Film: „beyond the red lines – jenseits der roten Linien“
Die Geschichte der wachsenden Anti-Kohle-Bewegung, die zivilen Ungehorsam leistet und den Systemwandel hin zu einer klimagerechten Gesellschaft selber in die Hand nimmt. (DE 2015, 90 min). (Hutkasse)

 

Samstag, 27. Mai – 15.00 Uhr

Am ersten Samstag der KLP findet ein Thementag zu „Kohle“ statt. Unser Fokus am Nachmittag: „Von x-tausendmal quer über Ende Gelände in den Hambacher Forst.“ Wir haben spannende Referent*innen und Aktivist*innen für ein Workshop gewinnen können und möchten euch unterschiedliche Aktionsformen näherbringen.

Die Idee stammt ursprünglich aus der taz, die am 27.10.2016 den Artikel veröffentlichte:

Kohleproteste 2017 – Wie damals im Wendland
Mit einem „Flächenkonzept“ wollen Kohle-Gegner im kommenden Jahr das Rheinland erobern. Ihr Vorbild: Die Castor-Proteste im Wendland. (…)

Die Proteste gegen die Atommülltransporte nach Gorleben sind ein eigenes Kapitel. Doch es  finden sich deutliche Parallelen zur Anti-Kohle-Bewegung, die sich in den letzten Monaten gesellschaftlich stark etabliert hat. Die Wahl der Mittel, gegen den Staat und die großen Energiekonzerne aufzustehen, sind mit denen in der Auseinandersetzung um die Atommülltransporte nach Gorleben vergleichbar.

Hambach – Garzweiler – Welzow

  • Seit März 2012 halten Aktivist*innen Teile des Hambacher Forst in Nordrhein-Westfalen besetzt, der dem Braunkohletagebau Hambach weichen soll. Mit schwer zu räumenden Baumhäusern und zahlreichen Aktionen widersetzen sie sich dem Energiekonzern RWE, der bereits eine Genehmigung hat, dort alles platt zu machen.
  • Kohle ist der neue Castor: Im August 2015 stürmten in Garzweiler (Rheinland) erstmals rund 1.000 Klimaaktivisten eine Kohlegrube und gaben damit dem massenhaften zivilen Ungehorsam ein neues Gesicht.
  • Pfingsten 2016 gelangten ca. 4.000 Menschen in den brandenburgischen Tagebau Welzow und besetzten Kohlebagger, Schienen und Förderanlagen. Anschließend überwanden sie die Zäune eines nahen Kohlekraftwerks und erzwangen beinahe dessen Abschaltung. Das Motto: „Ende Gelände!“

Nach dem beschlossenen Aus für die Atomenergie wird die Anti-Kohle-Bewegung stetig größer. Und sie will in diesem Sommer an die Erfolge der letzten Jahre anknüpfen. Der politische Druck für einen Ausstieg aus der Nutzung des Klimakillers Kohle muss noch größer werden.

Auf geht’s, ab geht’s. Ende Gelände!
Für Kohleausstieg und Klimagerechtigkeit

In diesem Jahr wird bisher zu zwei Aktionen aufgerufen: Zwischen dem 24. und 29. August im rheinischen Braunkohlerevier und im November zu Protesten anlässlich der UN-Klimakonferenz, die in Bonn stattfinden wird.

Von x-tausendmal quer über Ende Gelände in den Hambacher Forst.

Große Sitzblockaden, Aktionen zivilen Ungehorsams, Sabotage. Was wurde entwickelt, was hat funktioniert, was hat sich durch Erfahrung verändert? Genau das wollen wir uns gemeinsam mit euch anschauen.

An dem Workshop wird eine Trainerin der Kurve Wustrow, Bildungs- und Begegnungsstätte für gewaltfreie Aktion e.V., teilnehmen. Mit Unterstützung der Kurve entstehen Konzepte für große, gewaltfreie Aktionen wie zum Beispiel Sitzblockaden von „X-tausendmal quer“ oder „Gorleben 365„.

Außerdem werden Aktivist*innen von „Ende Gelände“ über ihre Aktionen und Aktionsformen berichten. Nicht zuletzt mit einem Ausblick auf das, was 2017 noch geplant ist.

Hambach: Mit Ankettrohren gegen Baumfällungen (Bild: dw.com)

Am Ende des Workshops darf es gerne praktisch werden: Einige wurden schonmal von der Polizei geräumt, weggetragen, geschubst. Unser kleines „Aktionstraining“ kann auch beinhalten, sich zum ersten Mal im Leben durch eine (wenn hier auch gespielte) Polizeikette hindurchzuschlängeln… Oder sich mal in einem Rohr anketten? Vieles ist möglich.

Bild: kurve wustrow
Bild: kurve wustrow

Samstag, 27. Mai
Thementag „Kohle“

15.00 Uhr – Workshop: Aktionen zivilen Ungehorsams
Von x-tausendmal quer über Ende Gelände in den Hambacher Forst. Eine (praktische) Einführung mit erfahrenen AktivistInnen & einer Trainerin der Kurve Wustrow. (Eintritt frei)

18.30 Uhr – Film: „beyond the red lines – jenseits der roten Linien“
Die Geschichte der wachsenden Anti-Kohle-Bewegung, die zivilen Ungehorsam leistet und den Systemwandel hin zu einer klimagerechten Gesellschaft selber in die Hand nimmt. (DE 2015, 90 min). (Hutkasse) weitere Infos

 

Freitag, 26. Mai – 18.30 Uhr

Suchen. Retten. Legalisieren! Ende 2014 entstand aus einer Initiative von Freiwilligen die Organisation „Sea-Watch“. Sie konnten dem Sterben der vielen Flüchtlinge im Mittelmeer nicht mehr länger tatenlos zusehen. Ein Schiff wurde gekauft und mit einer „zivilen Seenotrettungsaktion“ begonnen.

„Kein Mensch soll auf der Flucht und in der Hoffnung auf ein menschenwürdiges Leben an den Außengrenzen der Europäischen Union sterben.“ (Sea-Watch)

Im ersten Einsatzjahr 2015 konnten über 5 000 Menschen gerettet werden. Dank vieler Spenden wurde im letzten Jahr ein noch größeres Schiff in Dienst gestellt, die Sea Watch 2. Damit konnten die Crews bislang mehr als 20.000 Menschen in akuter Seenot zu Hilfe kommen.

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Doch 2016 markiert auch einen traurigen Rekord: Die Internationale Organisation für Migration zählte bis zum 30. November  4.699 Geflüchtete und Migrant*innen, die im Mittelmeer umgekommen sind oder vermisst werden. So viele Menschen sind noch nie vor den Küsten Europas ertrunken.

Don’t forget them at sea!

Diese Menschen sind keiner Naturkatastrophe zum Opfer gefallen. Es ist eine politische Entscheidung, sie ertrinken zu lassen. Die Europäische Union setzt auf Abschottung, statt Schutzsuchenden Hilfe zu leisten. Gleichzeitig werden politische Kooperationen mit Ländern eingegangen, die die Menschenwürde mit Füßen treten.

Die zivile Seenotrettung durch Organisationen wie Sea-Watch ist nur eine kurzfristige Symptombekämpfung angesichts eines grundsätzlichen europäischen Problems, der Abschottung Europas. Doch Sea-Watch steht vehement dafür ein, dass kein Mensch mehr bei der Einreise über die Seegrenzen Europas sterben muss. Die Aktivist*innen setzen sich für die Schaffung von legalen und sicheren Fluchtwegen ein.

„Wir fordern die Einrichtung einer #SafePassage.

Auch dieses Jahr sind die Aktivist*innen wieder im Einsatz und versuchen so viele Boote wie möglich zu finden, Menschen zu retten und zu versorgen.

Freitag, 26. Mai, 18.30 Uhr

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Sea Watch-Ausstellung 2016: Flüchtlings-Schlauchboot im Rundling von Klein Witzeetze

Suchen. Retten. Legalisieren!
Kurzfilm und Gespräch mit Sea-Watch Aktiven

Am Abend unseres ersten Thementages zu Migration berichten Aktivist*innen von ihren Einsätzen im Mittelmeer.

Der Eintritt ist frei. Zur Unterstützung von Sea Watch geben wir den Hut rum.

Schon 2016 besuchten und Aktivist*innen von Sea Watch und gestalteten einen Abend. Es war voll im Kino. Und der Bericht vielen Besucher*innen sicher in Erinnerung geblieben. Nicht weil er „schön“ war. Sondern weil sich die Bilder und Berichte einprägen.

„Wenn wir diese Bilder nicht sehen wollen, müssen wir aufhören, sie zu produzieren.“ (Ruben Neugebauer, Sea Watch)

Freitag, 26. Mai
Thementag „Migration“

16.00 Uhr – Bericht: „No rescue, but Alarm“
Watch the Med Alarmphone

Wie funktioniert ein „Notrufsystem“ für Bootsflüchtlinge im Mittelmeer, die in Seenot geraten? Ein Bericht von den MacherInnen dieses ehrenamtlichen Angebots, das Menschenleben rettet. (Hutkasse) weitere Infos

18.30 Uhr – Suchen. Retten. Legalisieren!
Kurzfilm und Gespräch mit Sea-Watch Aktiven
Am Abend unseres ersten Thementages zu Migration berichten Sea Watch-Aktivist*innen von ihren Einsätzen im Mittelmeer. (Hutkasse)

Freitag, 26. Mai – 16.00 Uhr

Im Oktober 2014 starteten Aktivist*innen und zivile Akteur*innen in Europa und Nordafrika ein selbstorganisiertes Call-Center für Geflüchtete, die auf dem Mittelmeer in Seenot geraten. Auf der KLP erklären sie, mit welchem Erfolg es bis heute funktioniert.

Alarmphone logo

alarmphoneRund um die Uhr kann diese Nummer angerufen werden, zahlreiche Kontaktaufnahmen laufen aber auch per SMS oder WhatsApp. Alle Notrufe werden in Echtzeit dokumentiert und wenn nötig sofort Hilfe mobilisiert. Auf diese Weise wird – soweit wie möglich – auch auf die jeweiligen Verantwortlichen Druck ausgeübt, Menschenrechtsverletzungen wie Pushbacks (illegale Rückschiebungen auf See) zu verhindern.

„Das Alarm Phone ist keine Rettungsnummer, aber eine Nummer um Unterstützung und Rettung zu organisieren.“

alarmphone dialog
(…) – SOS-Dialog vom 2.9.2015

Das Alarm Phone wird von Freiwilligen getragen, von denen viele bereits seit Jahren in Projekten und Netzwerken an den EU-Außengrenzen aktiv sind, wie z.B. Welcome2Europe, Afrique Europe Interact, Borderline Europe, Noborder Morocco oder Watch The Med. Aktivist_innen des Alarm Phones agieren von Tunis, Palermo, Melilla, Tanger, Cadiz, Marseille, Strasbourg, London, Vienna, Bern, Berlin und von vielen weiteren Städten aus.

Die Alarm Phone Nummer wird größtenteils im direkten Kontakt mit Geflüchteten Communitys in den wichtigen Transitländern Nordafrikas und in der Türkei verteilt: in der Ägäis, dem zentralen Mittelmeer und im  westlichen Mittelmeer. Parallel wird aber auch vor den Risiken der Überfahrt informiert.

weitere Infos:

Freitag, 26. Mai – 16.00 Uhr

MacherInnen aus dem Netzwerk des Alarm Phone berichten am Nachmittag unseres ersten Thementages zu „Migration“ über das Angebot, das zahlreichen Menschen das Leben rettet. Der Eintritt ist frei. Zur Unterstützung der Arbeit des „Alarm Phones“ geben wir den Hut rum.

  • Über die gesamte KLP zeigen wir zudem eine Ausstellung über das Alarmphone.

Freitag, 26. Mai
Thementag „Migration“

16.00 Uhr – Bericht: „No rescue, but Alarm“
Watch the Med Alarmphone

Wie funktioniert ein „Notrufsystem“ für Bootsflüchtlinge im Mittelmeer, die in Seenot geraten? Ein Bericht von den MacherInnen dieses ehrenamtlichen Angebots, das Menschenleben rettet. (Hutkasse)

18.30 Uhr – Suchen. Retten. Legalisieren!
Kurzfilm und Gespräch mit Sea-Watch Aktiven
Am Abend unseres ersten Thementages zu Migration berichten Sea Watch-Aktivist*innen von ihren Einsätzen im Mittelmeer. (Hutkasse) weitere Infos