Nicht nur der Kaffee ist sehr gut!

kw6_freitagbismontag_ (3 von 23)Ein junger Mann kam schon zum zweiten Mal und an der Bar sagte er: „Der Kaffee hier ist so gut!“ An dieser Stelle gilt der Dank einmal mehr der Firma Lebensbaum, die uns einen großen Karton mit Tee und Kaffee gespendet hat. Und außerdem Markus, der uns die Kaffeemaschine zur Verfügung gestellt hat…

Eine ganze Reihe weiterer Supporter ermöglicht täglich wechselndes Bio-Essen auf der Tageskarte. Großzügige Spenden von fritz-kola, Anjola Kola, Lemonaid & Charitea sorgen bei diesen traumhaften Wetter für den nötigen Flüssigkeitsnachschub.

kw6_freitagbismontag_ (2 von 23)Unser Resumee nach dem ersten Wochenende Kulturelle Landpartie: Die Idee des politischen Wunde.r.punktes funktioniert, sogar sehr gut. Die Gäste sind interessiert an den Ausstellungen, besuchen die Filmabende, kommen ins Gespräch oder verweilen in der entspannten Atmosphäre des großen Kinderspielplatzes…

Doch das alles wäre unmöglich, gäbe es nicht dieses tolle Team hinter all der Arbeit!

Widerstand-Selfie: Total langweilig oder richtig nötig?

Betonblock im Gleisbett
Betonblock im Gleisbett

Es gibt zwei Seiten: Einmal ganz ohne die Androhung der Räumung den Arm im Betonblock haben können – oder: total langweilig weil ohne den technischen Trupp der Polizei…

Wir vermissen die Castor-Transporte überhaupt gar nicht. Doch der Widerstand gegen diese unsinnigen Atommüllfuhren ins Wendland ist seit dem ersten Transport 1995 und über 100 weiteren Behältern bis 2011 zu einem festen Bestandteil des Jahresablaufs geworden. Wo anderer Orts Karneval die „fünfte Jahreszeit“ bedeutet, ist es im Wendland der Castor gewesen.

Als Höhepunkt der Proteste protestieren im November 2011 mehrere 10.000 Menschen anlässlich der Auftaktkundgebung auf einem Acker bei Dannenberg. Es folgten Tage des bunten, kreativen Protests – und bescherrten den Regierenden den zeitlich längsten Castortransport in der Geschichte.

Danach wurden die Transporte nach Gorleben gesetztlich verboten. Eine trügerische Ruhe, mehr ein Friedensangebot an die Menschen im Wendland, aber auch ein Eingeständnis: Ein „weiter so“ in der „Entsorgungspolitik“ der radioaktiven Hinterlassenschaften aus dem Betrieb der Atomkraftwerke funktioniert nicht gegen den Willen der Bevölkerung.

Castor? Schottern!
Castor? Schottern!

Parallel begann ein „Neustart“ der Suche nach einem Atommüllendlager. Doch Gorleben, politisch verbrannt, geologisch ungeeignet aber bereits 1,7 Milliarden Euro versenkt, ist weiter mit im Auswahlverfahren. Es wird noch Jahre wenn nicht Jahrzehnte dauern, bis sich die Regierenden unseres Landes auf einen Ort für die hochradioaktiven Hinterlassenschaften verständigen. Ob transparent oder öffentlichkeitsbeteiligt – am Ende wird der Staat diesen Ort gegen den Widerstand der Menschen vor Ort durchsetzen (müssen).

Und deshalb könnte das Gefühl der Hand in einem Betonblock auf einer (wenn auch nachgebauten) Schiene für die Zukunft schonmal ganz nützlich sein…

Wir danken in jedem Fall Greenpeace, WiderSetzen und der Aktionsgruppe „Beton im Gleisbett“ ganz herzlich für die Unterstützung dieses kleinen Aktionspunktes!

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Interviewreihe „Meine Utopie“

Die Interviewreihe „Meine Utopie. Ideen für eine bessere Welt.“ ist ein Projekt vom Getränkehersteller Lemonaid, der unseren Wunde.r.punkt unterstützt, und dem Kollektiv der FilmFabrique – eine freie Zusammenkunft von Filmemachern aus Mitgliedern des HamburgerKino e.V. und des Gängeviertel e.V.

lemonaidcharitea0-600x309-500x258Sie haben in den letzten 6 Jahren durch Lemonaid sehr viele spannende Menschen und ihre Visionen kennengelernt. Gemeinsam setzen sie sich aktiv für eine andere, bessere Welt ein – oder denken sehr viel darüber nach, wie der Wandel aussehen sollte.

Mit diesen (und künftig noch vielen anderen) Menschen sprechen sie bei den Interview-Projekt „Meine Utopie“ – über ihre Ideen, Träume, Ängste, Hoffnungen, was Zukunft betrifft. Sie werden das Gefühl nicht los, dass der politische & gesellschaftliche Diskurs allzu oft auf der Stelle steht. Deshalb widmen sie sich allein dem „Status Quo“. Es wird verwaltet und verwurstet, gefeilscht und genörgelt – aber viel zu wenig nach vorne gedacht…

  • Täglich um 15.00 Uhr zeigen wir in unserem Kino eine Auswahl der „Meine Utopie“-Filme.

Der erste Tag: Es funktioniert!

Es funktioniert! Wir wussten wirklich nicht, ob ein fast ausschließlich politischer Wunde.r.punkt von den BesucherInnen der KLP angenommen wird… Nach dem heutigen Tage können wir sagen: Ja!

Wir hatten bereits am heutigen Himmelfahrtstag, dem offiziellen Beginn der KLP, zahlreiche Gäste, interessierte Nachfragen zu den Ausstellungen, immer Trubel am Tresen und in der Küche, unsere fleißige Kuchenbäckerin hatte gut zu tun und die gesamte Crew war bei bestem Wetter beschäftigt – aber nicht gestresst.

Am Abend fand mit „Auf der Kippe“ die erste Kino-Vorstellung mit dem Thema Protest gegen den Braunkohleabbau in der Lausitz statt. Auch hier herrscht bei uns Zufriedenheit bei der Besucherzahl und vor allem auch über die rege Beteiligung am anschließenden Gespräch über die Situation in der Lausitz und die zu Pfingsten geplante Protest-Aktion „Ende Gelände“.

Herzlichen Dank an Daniel Häfner von Robin Wood, der einen authentischen Eindruck aus der vom Braunkohleabbau betroffenen Region geben konnte. Neben der geballten Ladung wichtiger Infos haben wir uns auch – oder besonders – über die Zuckerwatte gefreut!

Kurz vor los

Morgen früh um 11.00 Uhr beginnt nun die Kulturelle Landpartie. In Klein Witzeetze Nr. 6 ist alles auf „kurz vor los“: Die Sonnensegel wurden heute aufgebaut, die Kompostklos vollendet, die Ausstellungstafeln gehängt, die Parkplätze ausgeschildert. Und selbst der Maulwurf hat seinen Bestimmungsort bereits gefunden…

Kuchen sind gebacken, warmes Essen vorbereitet, Getränkekisten geschleppt und der erste Kaffee schon gekostet…

Wir sind alle total gespannt, ob sich die monatelange Vorarbeit nun auszahlt. Ein Gefühl zu entwickeln, kommen 30 oder 300 Gäste am Tag, wir haben es versucht – aber nicht geschafft. Deshalb bleibt nur die Spannung, morgen abend wissen wir mehr! 🙂

Gorleben-Konflikt ist nicht reif fürs Museum

header-objectDer Gorleben-Konflikt ist nicht reif fürs Museum – im Gegenteil: Wir sind mittendrin. Dieser viel-zitierte „Neustart der Endlagersuche“, den die Bundesregierung mitsamt ihrer angepriesenen „weissen Landkarte“ durchführen möchte, rückt in ein anderes Licht, wenn man die ganze Geschichte um Gorleben kennt.

Nach vielen Jahren der Auseinandersetzung um den Atommüll-Standort, der mit jedem Castor-Transport zementiert wurde, ist der Glaube an die Worte der derzeitig regierenden PolitikerInnen gering. Um Gorleben wurde gelogen, getäuscht, geschmiert, vertuscht und durchgesetzt – zur Not mit Gewalt.

Seit mehr als 30 Jahren hat der Anti-Atom-Widerstand im Landkreis Lüchow-Dannenberg seine Spuren hinterlassen. Das Gorleben Archiv sichert und sammelt das vorhandene und inzwischen historisch bedeutsame Material über den Protest.

Für unseren Wunde.r.punkt hat das Archiv eine sehenswerte Plakat-Ausstellung gestaltet. Bestandteil sind auch alte Kassetten-Aufnahmen von der Räumung des legendären Hüttendorfs 1980.

Stand der Dinge

Das Wichtigste, was wir euch heute mitteilen können: Hier scheint die Sonne! Wir geniessen den Aufbau-Kaffee im T-Shirt, doch ein warmer Pulli ist am Abend nötig.

Das Wetter soll – gegenüber ziemlich miesen Tagen in der letzten Woche – zum Wochenende hin immer besser werden…

Und der Stand der Dinge am Wochenende vor der KLP: Alles im Plan! Besonders viele Fleisspunkte erhalten das Gorleben Archiv und die BI, deren Ausstellungen schon hängen. 🙂

In Gorleben wurde „Alles falsch gemacht!“

12373442_1001390356588396_8719447595354253192_nDie Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. beteiligt sich an unserem Wunde.r.punkt mit einer Ausstellung, die eine klare Botschaft trägt: „Alles falsch gemacht!“

Die BI-Austellung basiert auf einer Veranstaltung im Januar diesen Jahres, wo sich noch einmal ganz ausführlich mit der Kritik um den Standort Gorleben bei der Suche nach einem Atommüll-Endlager befasst wurde.

Neben Plakaten mit Informationen wurde die Grundsatzkritik auch in mehreren Filmclips zusammengefasst. Diese Clips werden von der BI auf unserem Wunderpunkt erstmalig präsentiert.

Abendveranstaltung am 8. Mai

Zum Thema Endlagersuche findet am 8. Mai um 18.30 Uhr eine Abendveranstaltung statt, die von der BI organisiert wurde. In unserem Kino läuft dann der Film „Die Reise zum sichersten Ort der Erde“. Für ein anschließendes Gespräch wird der Protagonisten und Pressesprecher der BI, Wolfgang Ehmke, anwesend sein.

Widerstands-Selfie-Point

Be Part of the Resistance!

Eine Handvoll Selfie-Point-Equipment - lasst euch überraschen!
Eine Handvoll Selfie-Point-Equipment – lasst euch überraschen!

Wolltest du immer schonmal mit Merkel-Maske so richtig schottern? Oder wolltest du schon immer mal den Arm in einem Betonblock unter den Gleisen angekettet haben – aber hast es bisher in echt nicht gewagt? Oder mal kurz die ganzen Familie in einer Protest-Pyramide zusammenketten? Oder einfach eine Stunde auf den Gleisen sitzen?

Auch wenn der Atommüll-Castor im Wendland (erstmal) nicht mehr rollt, wir lassen euch mit unserem „Widerstands-Selfie-Point“ in das „Gefühl der fünften Jahreszeit“ eintauchen. Erinnerungsfoto mit waghalsiger Kulisse inklusive. Wie heutzutage üblich – als Selfie.

  • Für die gewagtesten Bilder gibt es eine Handvoll gelatinefreie Öko-Gummibären. Und selbstverständlich werden wir die Selfies während der KLP auf unserer Webseite veröffentlichen…

Unterstützt wird diese Aktion von der wendländischen Widerstandsgruppe „Widersetzen“, der Aktionsgruppe „Beton im Gleisbett“ und von Greenpeace.

Adopt-Ausstellung: „Wir bleiben trotzdem!“

plakat adopt„Wir bleiben trotzdem! SyrerInnen erzählen von 5 Jahren zivilem Aufstand“ ist der Titel der Ausstellung von Adopt a Revolution, die während der gesamten KLP in Klein Witzeetze ausgestellt wird:

Fünf Jahre Verfolgung, Gewalt und Krieg zum Trotz haben sich zahlreiche zivile AktivistInnen entschlossen, ihr Land nicht zu verlassen. Mit ihrer Foto-Ausstellung gibt Adopt a Revolution einigen ihrer langjährigen PartnerInnen aus verschiedenen Regionen Syriens eine Stimme. Sie erzählen ihre persönliche Geschichte vom Aufstand. Ob als Teilnehmer an den ersten friedlichen Demonstrationen, als Zeuge der systematischen Hungerblockaden des Assad-Regimes gegen aufständische Stadtteile oder als Betroffene von russischen Luftangriffen: Mit ihren Berichten geben die AktivistInnen einen sehr berührenden Einblick in ihr Leben inmitten des Konflikts in Syrien.

Freitag, 6. Mai – Syrien im Fokus

Besonders Freitag, der 6. Mai, steht der Konflikt in Syrien im Fokus. Mit einem „interkulturellen Fest“ wird das Programm ab 15.00 Uhr beginnen. Eingeladen sind besonders geflüchtete NeubürgerInnen aus dem Landkreis.

Am Abend zeigt Adopt a Revolution dann in unserem Kino das Kurzfilmprogramm „Open Gates“: 12 Kurzfilme, insgesamt etwa 60 Minuten, in denen sich die unabhängigen syrischen Filmemacherinnen und Filmemacher „gefühlvoll ihrem von Krieg und Zerstörung gezeichneten Land nähern“.

„Die Kurzfilme sind kleine Schätze, die uns einen tiefen Einblick in die Lebens- und Vorstellungswelten der Filmemacherinnen und Filmemacher erlauben“.

Im Anschluss an die Filme findet ein Gespräch mit dem syrischen Aktivisten Faiz Alramadan statt.

KLP-Spendenprojekt: Schulprojekt in Erbin

Eines der Projekte, die die Solidaritätsinitiative Adopt a Revolution in Kooperation mit medico international unterstützt, sind die Kellerschulen in Erbin. Ziel ist des Schulprojekts ist es, den Kindern in Erbin eine unabhängige Schuldbildung zu ermöglichen, die den Werten der Revolution entspricht. Freiheit, Demokratie und Menschenrechte sind die Grundpfeiler, auf denen die syrischen AktivistInnen ihre Zukunftsprojekte aufbauen.